Glossar der Filmproduktion

B

Belichtung

Ein Schlüsselmoment bei der Arbeit mit der RED ONE Kamera ist die Belichtung. Mit der optimalen Belichtung erreicht man eine maximale Bildqualität.

Birger Mount

Die Birger Mount ist eine intelligente Mount, die die Motoren für Fokus und Blende der Canon-Objektive ansteuern kann. Mit Hilfe der so genannten Birger Mount und einem kann man mit den digital gerechneten Canon EF Objektiven arbeiten. Diese Optiken sind ausgesprochen scharf. Sie bieten in Kombination mit einem digitalen Sensor ein schärferes Bild als Zeiss high speeds oder Zeiss super speeds.
Der Nachteil ist, dass man für das Fokusziehen noch nicht mit Hilfe eines Massbandes arbeiten kann.

Blenden

Blende ist ein Begriff, der in der Filmindustrie verschieden verwenden wird. Einerseits um die Öffnung eines Objektives zu beschreiben und andererseits im Filmschnitt.
Die Blende eines Objektives ist die Öffnungen, die die Ausdehnung von Strahlenbündeln begrenzt. Die Blende kann geöffnet oder geschlossen werden.
Die Blende einer Optik, wird auch als Irisblende oder Apertureblende beschrieben. Die Irisblende ist eine verstellbare Apertureblende zur Kontrolle von Helligkeit und Schärfentiefe.
Die Funktion einer Blende beeinflussen gleichmässig die Helligkeit des Bildes. Gibt es außer Aperturblenden weitere Begrenzungen des Strahlenganges der Lichtstrahlen, so führt das zu einer Randverdunkelung oder Vignettierung des Bildes.

Blendenreihe

Die Blendenreihe ist eine Reihe von Blendenwerten. Die benachbarten Werte einer Blendenreihe beziehen sich auf den Durchmesser der Öffnung der Irisblende. Die Zahlen der Reihe stehen im Verhältnis 1:√‾2 ≈ 1:1,4 zueinander. Wird die Irisblende um eine Blende geöffnet, fäll jeweils die doppelte Menge an Licht ein. Blendenreihen werden eingesetzt, um Aufnahmen mit unterschiedlicher Schärfentiefe zu erhalten oder um eine Kamera oder ein Objektiv zu testen.

Blendenzahl

Die Blendenzahl k bezeichnet in der Film und Fotografie das Verhältnis der Brennweite f zum Durchmesser D der Objektivöffnung. Als Durchmesser wird die Öffnung gemessen, die achsparallelen Strahlenbündel von einem (nahezu) unendlich weit entfernten Objektpunkt einlässt.

k=f/D

Objektive für Film- und Fotokameras besitzen eine verstellbare Blende. So kann je nach künstlerisch Umsetzung des Bildes mit unterschiedlicher Ästhetik gearbeitet werden. Die größte und kleinste einstellbare Blendenöffnung ist von der jeweiligen Bauweise des Objektives vorgegeben.

Bluescreen

Das Ziel und der Sinn einer Bluescreen-Aufnahme ist, dass man eine Handlung oder ein Produkt in der Nachbearbeitung des Filmmaterials vor einen beliebigen Hintergrund setzen kann. Bluescreen wird zum Beispiel aus Kostengründen eingesetzt, wenn es zu teuer wäre, vor dem gewünschten Originalhintergrund zu drehen. Bluescreen wird auch gewählt, wenn man einen virtuellen Hintergrund montieren möchte.
Ein Bluescreen Setting besteht im Groben aus einem blauen Hintergrund, der möglichst ebenmässig ausgeleuchtet wird. Davor agiert zum Beispiel eine Schauspielerin. In der Postproduktion (Nachbearbeitung) wird dann der blaue Hintergrund entfernt und der gewünschte, eingesetzt.
Neben dem blauen Hintergrund (Bluescreen) gibt es auch den grünen (), den roten, den gelben etc. Die Auswahl des Hintergrundes hängt von den Farben der Objekte, der Kostüme, der Haarfarbe der Schauspielerin bzw. den Farbbestandteilen des zu präsentierenden Produktes ab. Die Farbe des Screens sollte möglichst komplementär sein zu den Farben der Objekte davor. Zu vermeiden ist, dass das Objekt die gleiche Farbe enthält wie der Screen.
Hat man die Wahl, ist für die RED ONE Kamera der Greenscreen zu bevorzugen, da die Kamera auf dem Blaukanal eher ein Rauschverhalten zeigt als auf dem Grünkanal.

Brennweite

Physikalisch gesehen ist die Brennweite die Entfernung einer Linse zu ihrem Brennpunkt. Die Brennweite eines Objektivs bestimmt, gemeinsam mit dem , den Bildwinkel/-auschnitt. Ein Objektiv, dessen Brennweite etwa der Diagonalen des Aufnahmeformats entspricht, wird als Normalobjektiv für das jeweilige Format bezeichnet.

Briefing

Möglichst detaillierte Beschreibung des Kunden an die Produktion. Der Kunde gibt im Briefing Informationen zum Unternehmenshintergrund, zu Kommunikationszielen, der anzusprechenden Zielgruppe, zum Budget für die Filmproduktion und zum Zeitplan. Je detaillierter und konkreter die Informationen sind, desto passender wird das ausgearbeitete Filmkonzept. Das Briefing ist ein komplexer Schlüsselmoment, meist zwischen zwei Firmen, die von der Branche der anderen Firma unterschiedlich wenig oder viel wissen. Das macht das Briefing zu einer wichtigen Schnittstelle für das Ziel einer Filmproduktion, die die Marketingziele des Kunden maximal und optimal transportiert.
Enthält kundenseitig alle wesentlichen Informationen über Produkt: Zielgruppe, Konkurrenz, Marketing- Kommunikationsziele, Positionierung (USP), formale "Verpackung", Termine.
Im Briefing entscheidet der Kunde über formale Ansätze: Soll der Spot sachlich, emotional, produktorientiert, personenorientiert, verbal, visuell, nüchtern, humorvoll rüberkommen? Ist das Briefing ungenau, kann es zu fatalen Missverständnissen und Fehlern kommen.
Folgendes kann man in einem Briefing besprechen:

Buyouts

Übertragung der Nutzungs-, Verwertungs- oder Persönlichkeitsrechte in Bezug auf Darsteller, Musik und Regieleistungen, zeitlich und räumlich definiert.