Glossar der Filmproduktion

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Kernbotschaft

Die Kernbotschaft wird von einer Agentur oder direkt von der Filmproduktionsfirma aus dem Kunden-Briefing entwickelt. Die Antworten aus dem Kunden-Briefing bieten das marketingstrategische Rohmaterial, das die Agentur oder die Filmproduktionsfirma in eine griffige Werbung verwandelt. Aus der Kernbotschaft einer Kampagne, leitet sich alles weitere ab. Verschiedene Fragen spielen dabei eine Schlüsselfunktion: Worauf legt die Zielkundschaft bei dem zu bewerbenden Produkt Wert? Welche Kriterien bewirken die Entscheidung für ein Produkt? Welche objektiven Vorteile bewertet die Zielkundschaft als besonders wichtig? Wie soll das Produkt positioniert werden im Vergleich zu Konkurrenzprodukten? Was ist das besondere, einzigartige am besagten Produkt? Mit welcher Tonalität erreiche und überzeuge ich die Zielkundschaft am besten? Aus diesen Fragen schält sich die Kernbotschaft heraus, die zunächst nicht wohlformuliert dastehen muss. Aus dieser vielleicht noch ungelenken Formulierung der Kernbotschaft kristallisiert sich zum Beispiel der passende Slogan.

Keying

Beim Keyen werden Stellen eines Bildes mit gleichen Farb- oder Helligkeitsbereichen "durchsichtig" gemacht. Das heisst per Computer wird ein ausgewählter Teil des Bildes definiert, um eine Maske (Alphakanal) zu erstellen, welche wiederum besagte Bereiche transparent macht.
Es gibt verschiedenartige Keys. Am bekanntesten ist der Chroma Key, bei dem beim Drehen zum Beispiel eine grüne oder eine blaue Farbe als Hintergrund gesetzt wird, damit man dann in der Postproduktion diese Farbe transparent machen kann. Statt der grünen Farbe kann man dann einen beliebigen Hintergrund setzen.
Weitere Keying-Arten sind: Color Difference Key, 3D Keying, Luma Key, Difference Matte, Depth Key, Linear-Key.

Klappe - Filmklappe

Wird bei Filmproduktionen Bild und Ton auf getrennten Geräten aufgezeichnet, markiert der Schlag mit der Klappe einen eindeutigen Bezugspunkt, um im Schnitt Bild und Ton zu synchronisieren.
Vor jeder Aufnahme werden Einstellung, Szene und Wiederholungszahl angesagt und danach die Klappe geschlagen. Es gibt auch die Schlussklappe. Diese wird dann am Ende einer Aufnahme geschlagen, dabei wird die Klappe auf den Kopf gedreht.
Die Beschriftung der Klappe dient dazu, die Aufnahmen in jedem Arbeitsschritt und für jeden identifizierbar zu machen.
Neben beschriftbaren Klappen existieren auch digitale Timecodeklappen.

Kommunikationsziel

In jedem Projekt gibt es drei Arten von Kommunikationszielen. 1. Popularität: Die Bekanntmachung eines Produktes, einer Dienstleistung oder einer Firma. 2. Wissensvermittlung: Es werden Informationen über ein Produkt, eine Dienstleistung oder ein Unternehmen vermittelt. 3. Image (Imagekampagne): Das Image eines Produktes, einer Dienstleistung oder einer Firma wird dabei gefestigt oder korrigiert/verändert. Diese drei Eckpfeiler sind in jeder Kampagne enthalten, einer davon steht dabei je nach Ziel im Vordergrund.

Konflikt

Der Konflikt bezeichnet einen notwendigen Aufeinanderprall unterschiedlicher Interessenlagen, der für die Beteiligten eine Bedrohung darstellen kann. Während einfache Widersprüche dem Stoff einer Darstellung angehören, werden Konflikte durch den Autor oder Regisseur geschaffen und gestaltet.
Konflikte sind kennzeichnend für die meisten Theatertexte und Filme, aber es gibt auch Werke ohne Konflikt, beispielsweise im postdramatischen Theater.
(1 Begriffsdefinitionen nach Kotte, Andreas: Theaterwissenschaft. Eine Einführung, Köln u. a. 2005 und Träger, Claus (Hg.): Wörterbuch der Literaturwissenschaft, Leipzig 1986.)