Glossar der Filmproduktion

L

Leuchtmittel - Filmlicht

Die Glühlampe ist das ältestes elektrisches Leuchtmittel. Strom fliesst durch einen dünnen Draht und erzeugt durch starke Reibung der freien Elektronen ein Glühen und gibt so Lichtstrahlung ab. Damit der Draht nicht verbrennt, wird der Glaskolben, der den Draht umgibt, vakuumiert. Glühlampen wandeln die verbrauchte Energie nur zu ca. 5% in Licht um, der Rest verpufft als Wärme.
Energiesparlampe ist eine Untergruppe der Leuchtstofflampen. Handelsübliche Energiesparlampen dürfen NICHT gedimmt werden und die Lichttemperatur variiert vom Glühlampenlicht.
Halogenlampe Hat eine ähnliche Funktionsweise wie die Glühlampen. Halogenlampen haben einen etwas besseren Wirkungsgrad als Glühlampen. Das ausgesandte Licht ist weisser, der Anteil des sichtbaren Lichtes wird höher. Statt Vakuum ist der Glaskolben mit einem Halogen-Gas-Gemisch gefüllt. Dies bewirkt, dass der Glaskolben nicht schwärzt und der Glühdraht länger hält.
Leuchtstoffröhren - Fluoreszenzröhren werden zum Beispiel in Kino-Flos verwendet, um Szenen mit weichem Licht auszuleuchten. Leuchtstoffröhren haben einen sehr hohen Wirkungsgrad und eine lange Lebensdauer. In der Leuchtstoffröhre befindet sich ein Gasgemisch, links und rechts je eine Elektrode, die das Gas leitfähig macht (ionisiert): es entsteht eine elektrische Entladung. Der Glas-Kolben ist innen mit einem Leuchtstoff überzogen. Dieser Leuchtstoff wird durch die Strahlung angeregt, die bei der Entladung entsteht, und beginnt seinerseits zu leuchten. Deshalb nennt man Leuchtstoffröhren auch Fluoreszenz-Röhren. Zum Betrieb benötigen Leuchtstofflampen ein Vorschaltgerät. Dieses erzeugt eine sehr hohe Spannung (ca. 1,5 kV), damit die Entladung beginnt. Nach dem Anschalten des Lichtes wird der Lampenstrom begrenzt und die Brennspannung liegt bei etwa 103V.
Entladungslampen - Metalldampflampe Die Entladungslampe funktioniert ähnlich wie die Fluoreszenzröhre. Die Füllung besteht aus einer Metalldampf-Gasfüllung unter hohem Druck, die Bauform ist wesentlich kompakter. So sind kleinere Leuchten mit gezielterer Lichtabstrahlungen möglich. Die Lichtabstrahlung ist intensiver als bei den Leuchtstofflampen. Entladungslampen brauchen ein Vorschaltgerät und oft ein Zündgerät. Die Aufwärmphase, bis die volle Helligkeit und Betriebstemperatur erreicht sind, dauert mehrere Minuten. Entladungslampen sind nicht dimmbar. Sie brauchen eine Schutzscheibe, falls eine Lampe birst. Entladungslampen sind zum Beispiel die Metallhalogenidlampe, die Natriumdampflampe, die Quecksilberdampflampe, die Xenonlampe
HMI - Halogen-Metalldampflampen Halogen-Metalldampflampen sind Gasentladungslampen. Diese Leuchtmittel bestehen u. a. aus Halogenen, Quecksilber und weiteren Metallen. Die Halogen-Metalldampflampe erreicht eine sehr hohe Lichtausbeute und einen hohen Farbwiedergabeindex. Für einen besonders hohen Farbwiedergabeindex (bis 95, für Film und Fernsehen) wurde von Osram die sogenannte HMI-Lampe entwickelt. HMI steht für Hydrargyrum medium-arc iodide. "HMI" wird auch als Synonym für tageslichtähnliches Scheinwerferlicht verwendet. (andere Hersteller: MSI oder RSI).

Leuchtmittel    
  
Brenndauer
Wirkungsgrad
  
Preis
Glühlampe
  
50h
-
1000h
  
5%
  
niedrig
Halogen
  
100h
-
3000h
  
5% - 8%
  
niedrig
Leuchtstofflampe
  
8000h
-
12.000h
  
60%
  
niedrig
LED-Lampen
  
20000h
-
50.000h
  
45%
  
mittel
Leuchtstofflampen
  
8000h
-
12.000h
  
60%
  
niedrig
Hochdruck-Entladungslampen
  
500h
-
8000h
  
60%
  
hoch
Niederdruck-Entladungslampen
  
15000h
 
 
  
75%
  
hoch

Layoutfilm

Zusammenschnitt vorhandener Sequenzen, um das Konzept visuell zu unterlegen.

Layoutmusik

Musik im Rohschnittstadium des Films, um die geplante Umsetzung zu veranschaulichen.

Layoutsprache

Z.B. vom Regisseur im Schneideraum auf dem Rohschnitt gesprochener Sprechertext, um Umfang und Timing beurteilen zu können.

Licht - RED ONE

Das optimale Licht für die RED ONE ist Tageslicht. Das kommt daher, dass die RED ONE auf dem blauen Kanal am meisten rauscht, da der Sensor weniger blaue als rote und grüne Pixel hat. Auch mit Tungsten-Licht erreicht man gute Ergebnisse, aber wenn das Einleuchten mit Tageslicht möglich ist, sollte es bevorzugt werden.

Licht-Farbtemperatur

Die Farbtemperatur einer Lichtquelle wird in Kelvin gemessen. Der Sensor der RED ONE bevorzugt Licht zwischen 5000 und 5600 Kelvin. Folgend eine kleine Aufstellung verschiedener Lichtquellen und ihren Farbtemperaturen. Zu bemerken ist, dass Gasentladungslampen ein diskontinuierliches Spektrum haben. Einfach gesagt, hat Kunstlicht wenig Blauanteil. Ab ca. 3200 K fällt der Blauanteil fast weg.

Kerze
  
1500 K
 
 
Glühlampe 40W
  
2200 K
 
 
Glühlampe 60 W
  
2600 K
 
 
Glühlampe 100 W
  
2800 K
 
 
Glühlampe 200 W
  
3000 K
 
 
Halogenlampe
  
2600 K
-
3300 K
Leuchtstofflampen
  
2700 K
-
4000 K
LED-Lampen
  
2700 K
-
6000 K
Thungston Licht
  
3200 K
 
 
PAR Halogen Licht
  
3200 K
 
 
Leuchtstofflampe (Kaltweiss)
  
4000 K
 
 
Xenon-Lampe
  
4500 K
-
5000 K
Morgensonne-/Abendsonne
  
5000 K
 
 
Mittagssonne, Bewölkung
  
5500 K
-
5800 K
Tageslichtlampe
  
5600 K
-
7000 K
HMI / HMP Metalldampflampe
  
6000 K
 
 
Tageslicht mit bedecktem Himmel
  
6500 K
-
7500 K
Tageslicht mit Nebel, starkem Dunst
  
7500 K
-
8500 K
Blauer Himmel (Magic Hour)
kurz vor Sonnenuntergang,
kurz vor Sonnenuntergang
  
9000 K
-
12.000 K
Klares blaues, nördliches Tageslicht
  
15.000 K
-
27.000 K

Live-Key

Beim Live-Key wird direkt während des Drehs vor Green- oder Bluescreen der grüne bzw. blaue Hintergrund gekeyt (entfernt/transparent gemacht) und live der gewünschte Hintergrund eingesetzt. Am Fernsehen wird das Live-Keying sehr häufig eingesetzt, zum Beispiel bei der Wetterpräsentation oder wenn Studios nicht gebaut, sondern nur als Hintergrund eingefügt werden. Zu sehen z.B. bei fast allen Nachrichten-Sendungen.

Location

Drehort/Originalmotiv, an dem gedreht wird.