Glossar der Filmproduktion

P

Packshots

Ein Packshot in einem Werbespot (Commercial) ist die Produktabbildung des zu bewerbenden Produktes.

Palma3

Palma3 entwickelt und realisiert Ausstellungen aus eigener Initiative oder im Auftrag von Institutionen wie Museen, Kulturinstitutionen, Stiftungen und Unternehmen. Inhaltlicher Schwerpunkt ist die Bearbeitung und die Präsentation historischer, kultureller und gesellschaftlicher Themen.
Palma3 besteht aus einem festen Kernteam, das bei einzelnen Projekten mit externen Partnern zusammenarbeitet und sich entsprechend dem Auftrag neu disponiert.
Beim Inhalt und der Präsentation der Ausstellungen legt Palma3 Wert auf eine phantasievolle, fundierte, (selbst-)reflexive und oftmals augenzwinkernde Herangehensweise, die keine einfachen Antworten liefert, sondern zu einer vertieften Auseinandersetzung anregt. Als Publikum stellt sich Palma3 gerne sich selbst vor - also Leute, die mit Neugierde und Freude zwischen pendeln.
www.palma3.ch

Parallelmontage (cross-cutting)

Filmmontagetechnik, bei der aufeinander montierte Einstellungen zwischen zwei oder mehreren Handlungssträngen springen. Früh eingesetzt (1903 "Der grosse Eisenbahnraub"), wurde der Parallelschnitt anfänglich vom Publikum nicht akzeptiert.
Die Handlungsstränge müssen nicht gleichzeitig stattfinden. Mit der Parallelmontage kann man jedoch einen Zusammenhang zwischen den Handlungen herstellen.
Bei einer Verfolgungsjagd kann das zur Spannungssteigerung führen. Man kann das Publikum mit Hilfe der Parallelmontage jedoch auch auf eine falsche Fährte locken, indem man einen vermeintlichen Zusammenhaben herstellt zwischen zwei Geschichten, diese aufeinander zulaufen lässt und am Schluss auflöst, dass es eigentlich ganz anders war.

Parodie

Als Parodie (griechisch "Gegenlied" oder "verstellt gesungenes Lied") bezeichnet man die verzerrende, übertreibende oder verspottende Nachahmung eines bekannten Werkes oder einer prominenten Person, wobei zwar die Form oder (bei Personen) typische Verhaltensweisen beibehalten werden, aber ein anderer, nicht dazu passender Inhalt unterlegt wird. Literarische, theatrale, musikalische oder filmische oder andere Werke können parodiert werden. Auch ein Genre als Ganzes kann parodiert werden. Durch die deutliche Abweichung gegenüber dem bekannten Original entsteht ein humoristischer Effekt. Eine Parodie braucht aber nicht zwingend verspottenden Charakter zu haben, sie kann auch mit einer Hommage einhergehen.
(1 Begriffsdefinitionen nach Kotte, Andreas: Theaterwissenschaft. Eine Einführung, Köln u. a. 2005 und Träger, Claus (Hg.): Wörterbuch der Literaturwissenschaft, Leipzig 1986.)

Pitch

Ein Pitch ist der Wettkampf um einen Auftrag zwischen mehreren Filmproduktionsfirmen. Beispiel Werbefilm (Commercial): Gibt der Kunde grünes Licht für die Produktion des Filmes, beauftragt er eine Agentur, die Produktion zu organisieren. Die Agentur ihrerseits stellt das Storyboard und das Treatment ausgewählten Filmproduktionsfirmen zu Verfügung, damit diese wiederum einen Vorschlag zur Budgetierung, Besetzung von Regie- & Kameraposition und Umsetzung machen können.

PL-Mount

Die RED ONE ist ausgestattet mit einer PL-Mount. Die PL-Mount ermöglicht den Gebrauch von Kinooptiken. Will man lieber mit Canon-Optiken arbeiten, nutzt man die so genannte Birger Mount. Für die RED ONE existieren auch eine Nikon-Mount und eine Leica-Mount etc.

Plansequenz (Oneshot)

Eine meist sehr lange Einstellung, in der eine Handlung ohne Schnitt gezeigt wird. Häufig in Plansequenzen werden Kamerafahrten oder Bewegungen eingesetzt.
In Plansequenzen haben Schauspieler wie im Theater länger Zeit und mehr Raum eine Szene auszuspielen. In der Filmgeschichte gibt es zum Beispiel in folgenden bekannten Filmen: Plansequenzen können auch warnend eingesetzt werden, den Charakter einer Figur darstellen, den Zuschauer einschwören, langweilen etc.

Postdramatisches Theater

Der Begriff Postdramatisches Theater wurde von Hans-Thies Lehmann in seinem Buch "Postdramatisches Theater" (Frankfurt/Main 1999) entwickelt, um damit Tendenzen und Stilmittel von Theaterinszenierungen seit den ausgehenden 1960er Jahren zu beschreiben. Als postdramatisch bezeichnet Lehmann ein Theater, das sich nicht mehr vorrangig an den Primat des literarischen Dramentextes hält. Stattdessen sind im postdramatischen Theater Zeit, Raum, Musik, Geräusche, Licht, Bühnenbild, Requisiten, Körper und Text gleichwertige Elemente. Diese Theaterform zielt nicht auf so genannte "Werktreue", also die textgetreue und traditionelle Inszenierung eines Dramas, ab. Die Fabel eines Stückes steht nicht im Vordergrund oder kann ganz entfallen. Im postdramatischen Theater wird die konkrete Aufführungssituation, das Hier und Jetzt, betont. Im Bezug auf Texte bedeutet postdramatisch, dass diese keine dramatischen Grundstrukturen, also keine Figuren, Fabel oder Konflikte aufweisen.
(1 Begriffsdefinitionen nach Kotte, Andreas: Theaterwissenschaft. Eine Einführung, Köln u. a. 2005 und Träger, Claus (Hg.): Wörterbuch der Literaturwissenschaft, Leipzig 1986.)

Produktion - Produktionsablauf (Commercial)

Am Anfang steht das Briefing, in dem alle relevanten inhaltlichen Punkte für den Film ausführlich besprochen werden.
Nach Erhalt des Briefings erstellt die Produktionsfirma ein Konzept / Exposé / Treatment, welches dem Kunden in Form von Storyboard und Moods präsentiert wird. In einigen Fällen werden auch Layoutfilme oder Animatics produziert.
Die Konzepterstellung entfällt, wenn bereits ein fertiges Konzept einer Werbeagentur vorliegt.
Die Präsentation enthält Vorschläge zu Regie und DoP. Der vorgeschlagene Regisseur schreibt ein DI (Director’s Interpretation).
Ein erster Kostenvoranschlag wird präsentiert.
Ein endgültiger Kostenvoranschlag kann erst auf Grundlage eines verabschiedeten Drehbuchs oder Storyboards erfolgen.
Auf Grundlage des Konzeptes erstellt die Produktion ein ausführliches Drehbuch, sucht nach Locations, organisiert ein Casting und stellt das Team zusammen.
Stylisten stellen die Kostüme für die Darsteller zusammen, Szenenbildner und Ausstatter suchen Requisiten für die Drehorte. Es werden Versicherungen abgeschlossen, Kamera- und Lichttechnik gebucht, Schnittplätze optioniert und Verträge gemacht.
Diese Vorbereitungen laufen im PPM zusammen, in dem alle den Film betreffenden Fragen mit den beteiligten Verantwortlichen geklärt werden, um einen reibungslosen Ablauf der Dreharbeiten und der Postproduktion zu gewährleisten. Im PPM wird üblicherweise ein PPM-Bericht angefertigt, der alle getroffenen Entscheidungen, Vorgehensweisen und Vereinbarungen festhält. Das Team aus festen und freien Mitarbeitern, Spezialpersonal und Darstellern findet sich am Drehort ein, entweder in einem Studio oder on Location.
Die Dispo(sition) informiert über An- und Abreise sowie die versicherungsrechtlich geregelten Arbeits- und Pausenzeiten. Wünschenswert ist, einen Veratnwortlichen des Auftraggebers am Set zu haben.
Das digitale Filmmaterial wird am Schnittplatz vom Cutter oder Cutterassistenten in den Computer eingelesen.
Aus diesem Material wird der Offline- oder Rohschnitt erstellt. Parallel dazu werden Layoutmusik und -sprache angefertigt. Nach erfolgreicher Rohschnittabnahme durch den Kunden wird der Film gegradet, und Musik, Sprache, allfällige visuelle Effekte und Sounddesign finalisiert.
Alle Bestandteile des Filmes werden dann gemastert. Es erfolgt die Endabnahme.

Postproduktion

Die Postproduktion ist die Nachbearbeitung des Filmmaterials. In der Postproduktion wird geschnitten, das Color Grading gemacht, visuelle Effekte kreiert und der Film gemastert.

PPM

Pre-Production Meeting. Im PPM werden vor Drehbeginn alle wichtigen, den Film betreffende Fragen mit den entsprechenden Verantwortlichen geklärt.

PPM-Bericht

Hält alle Entscheidungen des PPMs fest.