Glossar der Filmproduktion

S

Schnittplatz

Digitales Schnittsystem, z.B. AVID oder Final Cut Pro.

Schrägsicht

Bei der Schrägsicht wird die Kamera vertikal gekippt. Folgt eine Schrägansicht auf eine Normalansicht in der Montage, wird der Effekt der Schrägansicht verstärkt. Verwendbar zum Beispiel wenn über eine ruhige Situation plötzlich eine gewalttätige Szene hereinbricht.
In der Werbung wird die Schrägsicht verwendet, um schnell geschnittene Einzelbilder dynamischer zu gestalten und alltäglichen Abläufen eine Kraft zu geben.
Gewöhnlich wird eine Schrägansicht auch von unten gedreht. Kombiniert man diese Perspektive mit einer Kamerabewegung kann eine surreale Welt entstehen. Dieser Spezialfall der Schrägansicht wird auch Dutch Angle genannt:

Set

Komplett ausgestattetes Motiv on oder im Studio.

Showreel

Musterrolle von z.B. Regie, Kamera oder Editor mit den bisher erstellten Filmen.

Situation

Die Situation bezeichnet die Gesamtheit der im Moment gegebenen Umstände. Diese werden durch die 5 Ws erschlossen: Wer? Wann? Was? Wo? Warum? Ihr Zusammenspiel erzwingt Handeln, wobei innere Bedingungen (Motive) und äussere Bedingungen (gesellschaftliche und natürliche Gegebenheiten) szenische Vorgänge erzeugen.
(1 Begriffsdefinitionen nach Kotte, Andreas: Theaterwissenschaft. Eine Einführung, Köln u. a. 2005 und Träger, Claus (Hg.): Wörterbuch der Literaturwissenschaft, Leipzig 1986.)

Sounddesign

Erstellung einer Tonebene zur Unterstützung der Bilder.

Stoff

Der Stoff wird in der Regel nicht erfunden, sondern gefunden, etwa aus Erlebtem, Gehörtem oder Überliefertem. Ein Stoff kann in unterschiedlicher Weise in einem Werk gestaltet werden. Er bildet die Nahtstelle zwischen Realität und Kunstwerk.
(1 Begriffsdefinitionen nach Kotte, Andreas: Theaterwissenschaft. Eine Einführung, Köln u. a. 2005 und Träger, Claus (Hg.): Wörterbuch der Literaturwissenschaft, Leipzig 1986.)

Storyboard

Geplante Bildfolge als Zeichnungen zur Untermalung des Konzeptes.
Auf der Basis des Treatments wird jede Szene bildlich dargestellt. Es gibt Soryboards, die aus Skizzen bestehen oder solche, die mit Fotos darstellen, was gedreht wird. Das Storyboard dient unter anderem dem Kunden, damit er sich ein Bild machen kann, wie zum Beispiel sein Werbespot (Commercial) aussehen wird. Das Storyboard ist sozusagen die erste Version des Filmes.
Es gibt Storyboards, die Bildkomposition, Position der Darsteller, Ort, Objektivwahl, Energie, Stimmung etc. des Filmes so präzise beschreiben, dass man den Film vor sich sehen kann. Alfred Hitchcock war dafür bekannt, dass seine Storyboards so präzise waren, dass ihn die Dreharbeiten langweilten, weil sein kreativer Prozess mit dem Storyboard abgeschlossen war und der Film vor ihm stand.

Studio

Eine grosse Halle, häufig schalldicht und mit weissen sog. Endloswänden, z.B. für den Dreh vor Green- oder Bluescreen für digitale Effekte, Kulissenbau, um aufwändige oder real nicht verfügbare Locations zu ersetzen, oder um wetter- und lichtunabhängig zu sein.

Stylist

Kostümbildner

Szenenbildner

Der Szenenbildner plant und setzt die Einrichtung des Sets um.

Sensor

Das Herzstück der RED ONE ist ein Super 35mm CMOS Sensor mit 12 Megapixel, der alle Möglichkeiten der selektiven Schärfentiefe bietet. Seine grossen 29 sq. micron Pixel garantieren ein sehr geringes Rauschen, einen hohen Dynamikumfang und grosse Farbtreue. Durch den grossen Dynamikumfang bleiben die Bildinformationen in hellen und dunklen Bildpartien enthalten. Vorbei sind die Zeiten überschärfter Videobilder mit ausgebrannten Partien und fehlenden Informationen in dunklen Bereichen.