Glossar der Filmproduktion

W

W-Fragen - 5 W

Die 5 W-Fragen bezeichnet die Gesamtheit der im Moment gegebenen Umstände. Diese werden mit den Fragen nach: Wer? Wann? Was? Wo? Warum? erschlossen.
(1 Begriffsdefinitionen nach Kotte, Andreas: Theaterwissenschaft. Eine Einführung, Köln u. a. 2005 und Träger, Claus (Hg.): Wörterbuch der Literaturwissenschaft, Leipzig 1986.)

Wahrnehmung

Die Wahrnehmung durch den Zuschauer ist ein wichtiger Punkt, den es in jeder Phase der Planung, Konzeption und der Produktion von Filmen, Spots, Image- und Produktfilmen etc. zu beachten gilt. Die Wahrnehmung kann grob in 5 Phasen eingeteilt werden. Diese Phasen sind auch in der Printkommunikation/-werbung und jeder anderen Form der Kommunikation wichtig.
1. Kontaktaufnahme: Um mit der Zielkundschaft in Kontakt zu treten und mit ihr kommunizieren zu können, muss der Inhalt/die Botschaft durch die Zielgruppe Beachtung finden. Dazu benötigt man zum Beispiel im Film eine wirksame, "aktivierende" Aussage oder "Message".
2. Informationsaufnahme: Hat die Kontaktaufnahme erfolgreich geklappt, ist das nächste Ziel, die Kommunikation weiterzuführen. Dazu muss der Inhalt, die Botschaft gesehen, gelesen oder gehört werden. Damit dies gelingt, wird eine Botschaft strukturiert, logisch und überschaubar aufgebaut.
3. Informationsverarbeitung: Eine gute Botschaft wird vom Zuschauer verstanden. Es ist wichtig, alle Fallen, wie ungewollte Missverständnisse oder fehlerhafte Informationen, durch gute Vorbereitung zu verhindern.
4. Informationsspeicherung: Für das erfolgreiche Wahrnehmen und das Erreichen eines Kommunikationsziels ist es wichtig, dass eine Botschaft in den Köpfen der Zuschauer haften bleibt. Eine Botschaft muss also "wirksam" übermittelt werden, zum Beispiel über einen Slogan, ein spektakuläres Bild, eine sitzende Pointe etc.
5. Einstellungswirkung: Zum Schluss soll Kommunikation eine positive Wirkung hinterlassen. Einer positiven Wirkung liegt eine glaubwürdige, interessante oder einfach sympathische Botschaft zugrunde. Ein wirksame Botschaft motiviert, damit aus dem "Verstanden" ein "Einverstanden" im Kopf des Rezipienten wird.
(1 Begriffsdefinitionen nach Kotte, Andreas: Theaterwissenschaft. Eine Einführung, Köln u. a. 2005 und Träger, Claus (Hg.): Wörterbuch der Literaturwissenschaft, Leipzig 1986.)

Weitwinkel-Objektiv

Ein Weitwinkel-Objektiv hat eine kurze Brennweite. Daraus ergibt sich ein grosser Bildwinkel und damit ein breiter Bildausschnitt. Das Weitwinkel-Objektiv lässt den Abstand zwischen unterschiedlich weit von der Kamera entfernten Objekten vergrössert erscheinen. Wenn man ein Gesicht mit einem Weitwinkel-Objektiv aufnimmt, sieht man das stark: Die Nase erscheint gross und das Gesicht schmal. Meist verwendet man Weitwinkel-Optiken für Landschafts- oder Architekturaufnahmen.
Die Brennweite eines Weitwinkel-Objektives für einen 35mm Sensor beträgt 35mm oder weniger. Der Tiefenschärfebereich ist bei diesem Objektiv sehr gross. Das Tele-Objektiv ist das Gegenteil eines Weitwinkel-Objektivs.

WEISSCAM HS-2

Die Weisscam HS-2 ist eine digitale Highspeed-Kamera, die unkomprimierte Bilder mit bis zu 4000 Bilder in 720p, 2000 in 1080p und 1500 in 2K pro Sekunde ausgeben kann. Entwickelt wurde sie als "stand-alone" Kamera für die speziellen Bedürfnisse von Kameraleuten.
Per HD-SDI gibt sie einen 12 bit RAW und einen HD Stream (10 bit YCC 4:2:2 und RGB 4:4:4) aus in den Formaten 4:3 und 16:9.
Die Weisscam hat einen Vollformat Super35 CMOS Sensor mit einem Global Shutter. Es kann mit verschiedenen Objektiven gearbeitet werden: Das Interchangeable Mountsystem IMS von P+S Technik ermöglicht den Gebrauch von Objektiven wie zum Beispiel PL-Mount, Nikon F-Mount-, Canon EF-/ FD-Mount und Panavision-Mount. Die Mounts können ohne grossen Aufwand gewechselt werden.
Frame Rates
1.500 fps in 2K
Frame Rates
2.000 fps in 1080p
Frame Rates
4.000 fps in 720p
Output Formats
12 bit RAW uncompressed and 10 bit YCC 4:2:2 & RGB 4:4:4
Output
HD SDI single, dual link & Gig E
Feature
Super 35mm format, Global shutter
CMOS imager
Single CMOS sensor
Sensitivity
600 ASA
Dynamic Range
10F-stops
Internal Memory
16 GB
Lens Mount
Interchangeable
Power
24 Volt DC
Feature
Two Stream Camera (RAW and HD)
Feature Stand alone camera

Wendepunkt

Auch Drehpunkt oder Plotpoint genannt. Als Wendepunkt bezeichnet man Wendungen im Verlauf der Fabel, insbesondere zwischen Glück und Unglück der Hauptfiguren. Die Figurenbeziehungen schlagen am Wendepunkt in eine neue Qualität um, innere oder äussere Bedingungen ändern sich, und eine neue Situation entsteht. Meist sind die Wendepunkte zwischen den einzelnen Vorgängen angesiedelt. Die wesentlichen Wendepunkte und Vorgänge bilden gemeinsam die Fabel eines Textes, einer Inszenierung oder eines Films. Das Angebot eines Wendepunktes auf der Textebene muss in der Inszenierung oder Verfilmung nicht umgesetzt werden.
Figurenwendepunkt: Ein Ereignis oder eine Entscheidung verändert das Handeln oder die Motivation einer Figur massgeblich.
Szenenwendepunkt: Ein Ereignis oder eine Entscheidung verändert die Beziehungen der beteiligten Figuren massgeblich.
Fabelwendepunkt: Figuren- oder Szenenwendepunkt, der dem Verlauf der Handlung eine neue Richtung gibt.

Werbetrenner

So nennt man die Sequenzen, die zwischen einer Fernsehsendung oder einem Film und dem Werbeblock gezeigt wird. Diese Filmchen sind je nach Budget des Senders ziemlich aufwendig konzipiert und produziert. Die meisten kennen zum Beispiel die Michel Compts "Miini Schwiiz - miis Fernseh" von SF1, ZDFs "Meinzelmännchen" oder "We love to entertain you" von Pro 7.