Glossar der Filmproduktion

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Zeitlupe (auch Slow Motion)

Zeitlupe ist die "Verlangsamung" einer Einstellung oder Szene. Eine Zeitlupenaufnahme wird für verschiedene Zwecke eingesetzt, zum Beispiel, um eine Bewegung zu betonen. Bei der Zeitlupe wird mit mehr als 25 Bildern pro Sekunde gedreht. Zum Beispiel mit 30, üblicherweise bei Musikvideoszenen, oder mit 50 Bildern bei einem Spurt.
Da der Film danach mit 25 bzw. 24 Bildern pro Sekunde projiziert wird, wirkt die Bewegung auf der Leinwand verlangsamt.
Will man eine sehr starke Verlangsamung, zum Beispiel um spritzendes Wasser beobachten oder die Bewegung einer Biene studieren zu können, arbeitet man mit speziellen High Speed Kameras. Mit diesen ist es möglich, 1000 oder mehr Bilder pro Sekunde aufzunehmen.

Zeitraffer (auch Time Lapse)

Zeitraffer ist die "Verschnellerung" einer Einstellung oder Szene. Eine Zeitrafferaufnahme wird zum Beispiel verwendet, um Wolken schnell über den Himmel ziehen zu lassen, oder um zu zeigen, wie eine Blume aufgeht. Bei Zeitrafferaufnahmen wird mit weniger als 25 Bildern pro Sekunde gedreht. Weil der Film danach trotzdem mit 25 Bildern pro Sekunde abgespielt wird, erscheint der Film beschleunigt: Die Wolken ziehen schneller über den Himmel als in natura.